Projekt Beschreibung

Der Buchweizen wird landläufig gern als eine Getreideart bezeichnet. Es handelt sich allerdings nicht um eine solche, sondern um eine Pflanzengattung aus der Familie der Knöterichgewächse. Neben anderen als Cerealien gehandelten getreideähnlichen Arten, bei denen es sich nicht um echte Getreide handelt wie beispielsweise der Reismelde und dem Amarant, zählt auch der Buchweizen zu den Pseudocerealien. Der lateinische Name des Buchweizens lautet Fagopyrum. Als Synonym ist unter anderem die Bezeichnung Heidekorn bzw. Heidenkorn gebräuchlich. Diese hängt mit dem Ursprung der Pflanze zusammen, der in mohammedanischen Ländern zu finden ist, wo die sogenannten Heiden lebten. Das Christentum als Religion besitzt in diesen Regionen kaum eine Bedeutung. Die Ähnlichkeit der Früchte mit denen der Buchecker hat dem Buchweizen seinen deutschen Namen gegeben. Aktuell sind 16 Arten des Buchweizens bekannt.

Herkunft – Woher kommt die Buchweizen Pflanze?

Die Kultur des Buchweizens besitzt eine lange Geschichte. In China baute man ihn bereits vor über 4.500 Jahren an. In Japan kennt man ihn seit 3.500 Jahren, wobei die Arten Fagopryum esculentum und Fagupylum tataricum heutzutage bei der Kultivierung die einzige Rolle spielen. Nach Mitteleuropa gelangte das Heidenkorn wahrscheinlich vom Amurgebiet aus, insbesondere aus der Mongolei. Erstmals führte man ihn im Mittelalter ein. Im 13. Jahrhundert begann man, das Heidenkorn im Rheinland zu kultivieren. Beinahe zwei Jahrhunderte später baute man ihn es Österreich an, wo es noch heute als Jauntaler Hadn als traditionelles Lebensmittel angesehen wird.

Wenngleich in Mitteleuropa zu dieser Zeit bereits diverse Getreidearten genutzt wurden, erfreute sich der Buchweizen einer hohen Beliebtheit. Er konnte dort angebaut werden, wo die natürlichen Lebensbedingungen für andere Getreidearten ungeeignet waren, beispielsweise auf sandigen oder dauerhaft feuchten Böden, selbst in Moorgebieten oder auf brandgerodeten Flächen zeigte er ein zuverlässiges Wachstum.

Neben den Früchten konnte das Stroh der Pflanze genutzt werden. Es wurde zum Mulchen oder als Einstreu für das Vieh verwendet. Da der Buchweizen außerdem in der Lage ist, Stickstoff zu binden, macht er ausgelaugte Böden wieder fruchtbar. Dadurch trug es zur Verbesserung der Bodenbeschaffenheit bei. Auch heute nutzt man diese Eigenschaft in der Landwirtschaft. Ein weiterer Vorteil beim Anbau von Buchweizen besteht in der natürlichen Schädlingsbekämpfung. Im Boden befindliche Nematoden werden beim Vorhandensein von Buchweizen zum Schlupf gereizt. Sie finden an den Wurzeln jedoch keine Nahrung, so dass sie absterben. Dadurch wird der Boden langfristig von ihnen befreit.

Letztlich dienen die Blüten des Buchweizens auch den Insekten, insbesondere Bienen ziehen sie an. Der Buchweizen-Nektar besteht fast zur Häfte aus Saccharose, wodurch sehr hohe Honigerträge erzielt werden. So können beispielsweise Spitzenwerte von fast 500kg Honig pro Hektar erzielt werden, was fast den Werten der verbreiteten Honigpflanze Raps entspricht. All diese Gründe sprechen dafür, sich mit der Pflanze näher zu beschäftigen und beispielsweise über einen Anbau im eigenen Garten nachzudenken.

Merkmale des Buchweizens

Der Buchweizen ist je nach Art eine krautige Pflanze beziehungsweise ein Halbstrauch mit aufrechten, bis zu 120 Zentimeter hohen Stängeln sowie ovalen, herz- oder pfeilförmigen Laubblättern, die wechselständig angeordnet sind. Die Pflanze bildet lange Pfahlwurzeln mit unzähligen Fasern sowie weiße, als Trauben angeordnete Blüten mit weißen, rosafarbenen oder roten Staubblättern aus. Aus Letzteren entwickeln sich später die Früchte, die beim Tatarischen Buchweizen als Achänen bezeichnet und beim Echten Buchweizen als Nüsschen bezeichnet werden.

Die Erbsen (Pisum) gehörem zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Es gibt mehr als 250 Varietäten, doch von wirtschaftlicher Bedeutung ist nur die als Nahrungspflanze genutzte Gartenerbse (Pisum sativum). Es gibt aus anderen Gattungen Pflanzen mit dem Namensbestandteil -erbse, z.B. die Kichererbse. Diese sind keine botanischen Verwandten der Erbsen.

Die Erbse stammt ursprünglich aus Kleinasien und ist seit Jahrtausenden eine wichtige Nutzpflanze. Sie war früher ein wichtiger Protein-Lieferant für die menschliche Ernährung. Heute wird sie vor allem als Gemüse und als Tierfutter verwendet. Die Erbse ist zählt weltweit zu den zehn wichtigsten Gemüse. Sie wird in fast allen Länder der Erde angebaut. Die grössten Anbauflächen sind in Europa, den USA; China und Indien. 95% der Erbsen, die Menschen verzehren, werden in der Nahrungsmittelindustrie verarbeitet und finden ihren Weg schliesslich als Tiefkühl- oder Büchsenprodukt auf unseren Tisch.

Die Erbse wurde durch den Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) zum „Gemüse des Jahres“ 2009/2010 in Deutschland gewählt.

Geschichte der Nutzung der Erbsen:

Ab etwa 8000 v. Chr. ist der Anbau von Erbsen durch archäologische Funde aus dem fruchtbaren Halbmond Vorderasiens belegt, damit gehört sie mit zu den ältesten Kulturpflanzen. Die bisher ältesten Funde stammen aus Aswad in Syrien und sind etwa 10.500 bis 10.200 Jahre alt, Funde aus Çayönü in Anatolien und Jericho im Jordantal sind nur wenig jünger. In Deutschland war die Erbse, wie auch die Linse, neben Getreide (Einkorn, Emmer, Gerste) das Grundnahrungsmittel der ältesten Ackerbauern, den Bandkeramikern. (Anm.: Die Mischung von Getreide und Hülsenfrüchte ist ernährungsphysiologisch sehr günstig – die Aminosäuremuster ergänzen sich – link zu Eiweißwertigkeit – Kofranyi).

An jeder zweiten Getreidefundstelle kommen auch Erbsen vor, die Nordgrenze war der nördliche Rand der Mittelgebirge. Aus der Mittleren Jungsteinzeit liegen anteilsmäßig wesentlich weniger Erbsenfunde vor, die Ursache dafür ist ungeklärt, lag aber möglicherweise in einer vermehrten Nutztierhaltung. In der Bronzezeit, ab etwa 1800 v. Chr., nahm der Anteil der Hülsenfrüchte und damit auch der Erbsen wieder zu. Im Altertum wurde die Erbse in Europa weit verbreitet angebaut.

Bis ins 17. Jahrhundert wurde die Erbse als Trockengemüse verwendet und im Allgemeinen als Mus gegessen. Erst ab dem 16. Jahrhundert wurden Sorten gezüchtet, die man unreif, grün und mit der Hülse essen konnte. Zu Beginn waren diese Erbsen sehr teuer und in höfischen Küchen sehr beliebt. Die Trockenerbsen wurden jedoch erst durch die modernen Konservierungstechniken (Konserven, Tiefkühlen) vom Speisezettel verdrängt, erleben aber im Rahmen der Vollwertküche wieder eine kleine Renaissance.

Zur Biologie und Landwirtschaft der Erbsen

Die Erbsen wachsen als einjährige, krautige Pflanzen meist mit Blattranken kletternd. Die lang elliptische, abgeflachte Hülsenfrucht enthält viele kugelige Samen – die Erbsen. Die bekannteste Sorte ist die Gartenerbse (Speiseerbse) (Pisum sativum), sie wird weltweit in den gemäßigten Zonen angebaut.

Das Wurzelsystem ist in der oberen Bodenschicht stark verzweigt und kann in geeigneten Böden eine Tiefe von 1 Meter erreichen. Die niederliegenden oder kletternden Stängel werden einen 0,5 bis 2 Meter lang und sind einfach oder am Grund verzweigt, hohl, kantig, kahl und bläulichgrün.
Die Blütezeit reicht von Mai und Juni, wobei eine Blüte etwa drei Tage und ein Exemplar zehn bis 21 Tage blüht.
Die Hülsenfrüchte sind 3-12 cm lang, 1-2,5 cm dick und je nach Sorte grün, gelb oder bräunlich, selten schwarz. Die Hülsenfrüchte enthalten vier bis zehn Samen, die wie die Pflanze Erbsen genannt werden. Sie haben einen Durchmesser von 3-9mm und sind je nach Sorte unterschiedlich gefärbt.

An den Seitenwurzeln befinden sich die Wurzelknöllchen. Die Erbse geht nur mit der stickstoffbindenden Knöllchenbakterien-Art Rhizobium leguminosarum symbiovar viciae eine Symbiose ein. Diese Symbiose wurde bereits 1675 beschrieben.

Die Kulturformen der Erbsen werden weltweit in gemäßigten Klimaten angebautt, bis zu 67° nördlicher Breite etwa in Skandinavien. In den Alpen steigt sie bis in Höhenlagen von 2000 Metern.
Die Erbse gedeiht am besten auf Lehmböden mit ausreichend Humus und Kalk, ausgeglichener Wasserführung und guter Durchlüftung, etwa Löß- und tiefgründigen Kalkböden. Die Erbse hat eine starke Unverträglichkeit zu sich selbst, daher müssen Anbaupausen von sechs bis acht Jahren eingehalten werden. Sie gilt aufgrund des frühen Erntetermins und der positiven Beeinflussung der Bodenstruktur als gute Vorfrucht für Raps und Wintergetreide. Als stickstoff-fixierende Leguminose ist nur wenig oder keine Stickstoffdüngung notwendig. Erbsen sind recht empfindlich gegenüber Unkraut, so dass meist Herbizide eingesetzt werden.

Erdnüsse sind Hülsenfrüchte, die an einer Pflanze unter der Erde wachsen. Die Erdnusspflanze ist eine ungewöhnliche Pflanze, da die Früchte ungewöhnlich schnell wachsen. Von der Saat bis zur Ernte dauert es 120 bis 160 Tage. Die Blüte bildet sich über der Erde, und nachdem sie verwelkt ist, wird ihr Stiel länger, er krümmt sich nach unten und gräbt sich in die Erde. Die Samen entwickeln sich im Boden. Daher wird die Erdnuss nicht gepflückt, sondern ausgegraben, und Erdnüsse werden nicht als Nüsse eingestuft, sondern als Hülsenfrüchte.

Weltweite Geschichte

Erdnüsse kommen ursprünglich aus Südamerika. Vor mehr als 3.500 Jahren legten die Inkas ihren Toten Erdnüsse mit ins Grab, damit sie im Jenseits etwas zu essen hatten. Die spanischen Eroberer brachten die Erdnuss nach Spanien, von wo aus sie sich über Asien und Afrika ausbreitete. Alsdann wurde die Erdnuss regelmäßig angebaut und geerntet, besonders in Afrika, wo man sogar glaubte, dass sie eine Seele hätte. Sklavenschiffe brachten die Erdnuss von Afrika aus in die Vereinigten Staaten. Der Erdnussverzehr stieg infolge des Bürgerkriegs im Jahre 1860 gewaltig an, da sowohl die Nord- als auch die Südstaatenarmee die Erdnuss als wertvolles Nahrungsmittel betrachteten. Heutzutage werden Erdnüsse zu verschiedenen Produkten verarbeitet, und in vielen Küchen in aller Welt werden sie als Zutat verwandt.

Erdnüsse enthalten viel Vitamin B3, Vitamin E und Zink. Zink ist wichtig für die Entwicklung von Eiweiß und die Erneuerung von Gewebe. Vitamin E ist ein starkes Antioxidans, das bei der Vorbeugung von Herzgefäßerkrankungen und Krebs eine wichtige Rolle spielen kann. Vitamin B3 spielt beim Funktionieren unseres Nervensystems eine Rolle und hält unsere Haut gesund.

Hanfsamen gehören zweifelsfrei zu den ernährungsphysiologisch hochwertigsten Ölfrüchten. Seit Jahrtausenden werden Hanfsamen und Hanföl für die menschliche Ernährung genutzt. Noch bis in die Mitte des 19. Jahrh. war Hanföl ein bekanntes und geschätztes Pflanzenöl.

Seit Mitte der 90er Jahre feiert der Nutzhanf sein Comeback als nachwachsender Rohstoff und Lieferant für hochwertige Fasern und Samen. Die Wissenschaft hat den hohen Wert der Hanfsamen erst in den letzten Jahren entdeckt und prophezeit dem Hanf heute eine große Zukunft als Samen- und Ölpflanze. Was macht Hanfsamen und Hanföl so wertvoll? Hanföl ist besonders reich an den für den menschlichen Organismus lebenswichtigen mehrfach ungesättigten Fettsäuren (ca. 90%). Hier sind besonders die essenziellen Fettsäuren Linolsäure (50 – 70%) und Alpha-Linolensäure (15 – 25%) hervorzuheben; gerade die Omega-3-Fettsäure Alpha-Linolensäure kommt nur in sehr wenigen Speiseölen in solchen Mengenanteilen vor. Hanföl ist durch seine insgesamt ausgewogene Fettsäurezusammensetzung eines der wertvollsten Speiseöle überhaupt. Die Fett-Experten Dr. Ulrich Strunz und Andreas Jopp schreiben in ihrem aktuellen Buch „Fit mit Fett“: „… für die richtige Balance der Gewebehormone sollen Omega-6-Fette und Omega-3-Fette im Verhältnis 3:1 zugeführt werden. Wir bekommen aber 20-mal mehr Omega-6-Fette. … Das Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fetten in Hanföl ist 3:1. Hanföl gehört deswegen zu den Top-Omega-3-Lieferanten.“ (Strunz & Jopp 2002)

15 bis 20 Gramm Hanföl genügen, um den Tagesbedarf eines Menschen an den wichtigsten essenziellen Fettsäuren vollständig zu decken. In die tägliche Nahrungsaufnahme integriert, schützt Hanföl vor einer Reihe von Stoffwechsel-, arteriosklerotischen Gefäß- und dadurch insbesondere Herzkreislauferkrankungen, die in aktuellen Studien unter anderem auf einen zu hohen Anteil gesättigter und Trans-Fettsäuren in der Ernährung zurückgeführt werden.

Hanfsamen und Hanföl stellen mit diesen Inhaltsstoffen aber nicht nur ernährungsphysiologisch besonders hochwertige Nahrungsmittel dar – es gibt zusätzlich eine Reihe therapeutischer Anwendungen. Alpha-Linolensäure hat als Omega-3-Fettsäure mit Fischöl vergleichbare Wirkungen und kann daher bei Herzkreislauferkrankungen und chronischen Entzündungen therapeutisch eingesetzt werden. Besondere Aufmerksamkeit als Therapeutikum verdient ein weiterer Inhaltsstoff. Hanf gehört zu den ganz wenigen Ölpflanzen, deren Samen Gamma-Linolensäure (GLA) enthalten (2-4%). Ein Mangel an Gamma-Linolensäure, die beim gesunden Menschen im Körper aus Linolsäure gebildet wird, kann zu schweren Stoffwechselerkrankungen führen. Wird in solchen Fällen Gamma-Linolensäure eingenommen, können verschiedene Krankheitszustände positiv beeinflusst werden. Hierzu zählen die Neurodermitis, das prämenstruelle Syndrom, die rheumatoide Arthritis und die diabetische Neuropathie – um nur die wichtigsten Anwendungsgebiete zu nennen.

Hanfsamen

Aus botanischer Sicht handelt es sich bei der Frucht des Hanfes, dem Hanfsamen, um eine Nuss (Nüsschen), die von einer dünnen, glasigen Fruchtschale umgeben ist. Die nährstoffreichen Samen sind braun bis schwarzgrau, manchmal auch grüngrau gefärbt. Hanfsamen haben einen Durchmesser von etwa 3 bis 4 mm und ein Tausendkorngewicht von 15-20g.

Acht der insgesamt 21 Aminosäuren kann der menschliche Körper nicht selbst produzieren. Sie müssen von außen zugeführt werden, damit im menschlichen Organismus die notwendigen Körperproteine in hinreichender Menge aufgebaut werden können. Diese acht Aminosäuren werden daher als essenzielle Aminosäuren bezeichnet.

Hanfprotein enthält alle acht essenziellen Aminosäuren und ist schon daher qualitativ sehr hochwertig. Hauptbestandteil ist das Globulin Edestin, das sogar leichter verdaulich ist als Sojaprotein. Hanfsamen stellen somit eine gute Proteinquelle für den Menschen dar; aus Hanfprotein kann der menschliche Organismus alle lebensnotwendigen Proteine herstellen. Aufgrund der Ähnlichkeit mit den globulären Proteinen des Blutplasmas kann der Organismus aus Hanfprotein z.B. leicht Immunglobuline, die bei der Infektionsabwehr eine wichtige Rolle spielen, bilden.

(Cicer arietinum), auch Echte Kicher, Römische Kicher, Venuskicher oder Felderbse genannt, gehört zur Familie der Hülsenfrüchte. Mit der Erbse ist sie nicht näher verwandt. Der Name der Kichererbse stammt nicht von „kichern“ ab, sondern vom lateinischen cicer.

Kichererbsen sind eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt und stammen ursprünglich aus Kleinasien. Dort wurde sie vor 8.000 Jahren angebaut und gelangte von dort in den Mittelmeerraum bis nach Nordafrika und nach Asien bis nach Indien und Pakistan. Heute werden sie hauptsächlich in Türkei, Nordafrika, Mexiko, Indien, Pakistan und Spanien angebaut.

In Indien, Mexiko und in einigen arabischen Ländern ist die Kichererbse auch heute noch ein wichtiges Grundnahrungsmittel.

Kichererbsen sind bei uns ganzjährig als getrocknete Kichererbsen oder als vorgekochte Konserven erhältlich.

Kichererbsen sind viel größer als grüne Erbsen und sind in getrocknetem Zustand unregelmäßig geformt und oft stark runzlig. Die bei uns verkauften Kichererbsensorten sind meistens gelb bis hellbraun oder beigefarben. In Indien werden dagegen hauptsächlich kleine, dunkle und stark runzelige Kichererbsen verwendet. Neben den gelben, roten, braunen und schwarzen Samen können auch die Blüten der Pflanze gegessen werden, diese sind jedoch hierzulande nicht erhältlich

Getrocknete Kichererbsen müssen mindestens 12, besser 24 Stunden in kaltem Wasser eingeweicht werden. Kichererbsen, die im Einweichwasser oben schwimmen, werden aussortiert und weggeworfen. Im Einweichwasser lösen sich Giftstoffe, daher sollten die Samen nach dem Einweichen abgewaschen und zum Kochen frisches Wasser verwendet werden. Die Kochzeit dauert etwa 30-40 Minuten. Ungekochte Kichererbsen dürfen aufgrund der darin enthaltenen Giftstoffe nicht verwendet werden. Kichererbsen in der Dose sind bereits vorgekocht, sie können sofort weiterverarbeitet werden.

Mais (bot.: Zea mays) wurde bereits 3.000 v. Chr. in Mexiko angebaut. Seine Urformen werden archeologischen Funden aus den Höhlen bei Puebla in Mexiko zufolge sogar auf 5.000 v. Chr. zurückdatiert. Mais diente ursprünglich als Futterpflanze. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts gibt es den (vermutlich aus einer Mutation entstandenen) als Gemüse bekannten Zuckermais. Zuckermais reift schneller als Futtermais und entwickelt kleinere, zartere, vor allem aber angenehm süß schmeckende, zuckerreiche Körner. Zuckermais besitzt also im Endosperm keine Stärke sondern Zucker (Glucose, Fructose und Saccharose).

Das wichtigste Anbauland ist heute die USA. Sage und schreibe 17 % der gesamten Anbaufläche wird für den Zuckermais verwendet. Durchschnittlich produzieren die USA ca. 2,4 Mio. Tonnen jährlich. Von dort werden große Mengen nach Europa exportiert. Der in Europa angebaute Zuckermais stammt vor allem aus Frankreich, Spanien, England und Holland. In Deutschland fällt der Anbau noch recht bescheiden aus.

Mais ist eine einjährige, einhäusige (jede Pflanze trägt männliche und weibliche Blüten) Pflanze. Die männlichen Blüten (Rispen) befinden sich an der Spitze der Pflanze, die weiblichen sitzen in mehreren, achselständigen Kolben, die mit mehreren Scheidenblättern (Lieschen) umhüllt sind. Die weiblichen Blüten bilden einen langen Griffel aus, die sogenannten Maisfasern. Sie fangen die vom Wind herangetragenen Pollen auf. Erst nach ihrer Bestäubung entwickeln sich an den Kolbenachsen die Körner. Sie reifen in 8 bis 16 Längsreihen heran. Obwohl die Pflanze mehrere weibliche Blütenansätze besitzt, bilden sich pro Pflanze jedoch max. nur zwei Kolben voll aus.

Die ausgereiften Körner sind im allgemeinen goldgelb. Es gibt jedoch auch Sorten mit blassroten Körnern, diese besitzen allerdings nur die Hälfte des Zuckergehalts ihrer gelben Verwandten.

Inhaltsstoffe

Frischer Mais gilt als eines der gehaltvollsten Gemüse. Die Körner enthalten bis zu 72 % Wasser und eine ausgewogene Zusammensetzung von Kohlenhydraten, Eiweiß, Fett, Mineralien (Calcium, Kalium, Phosphor, Eisen und Natrium), Provitamio A und den Vitaminen B1, B2, B3, B6 und Vitamin C. Die Kohlenhydrate setzen sich aus Glukose, Fruktose und Saccharose zusammen. Gleich nach der Ernte ist der Zuckergehalt am größten, mit zunehmender Lagerdauer wandelt sich der Zucker in Stärke um. Bemerkenswerterweise wandelt sich der Zucker von Zuckermais nicht so schnell um, wie der von Futtermais. Trotz der Stärkehaltigkeit von Mais eignet sich das Maismehl nicht zum Brotbacken, denn ihm fehlt der Kleber, der die Brotleibe zusammen hält.

Ihren Ursprung sowohl biologisch als auch kulinarisch fand die Mungbohne in asiatischen Raum, in China. Die Sojabohne gehört zu den wichtigsten Hülsenfrüchten in Asien, um die sich so manch legendäre Geschichte rankt. Eine dieser Geschichte erzählt von einer Suche nach neuem Ackerland. Die chinesischen Bauern fuhren mit einem Schiff voller Proviant und Mungobohnen zur Aussaat auf dem Jangtsekiang, wobei sie nach einigen Wochen in ein Unwetter gerieten.

Mit großer Not konnten sie sich und das Schiff retten, jedoch war ihnen der Proviant ausgegangen. Doch anstatt zu verhungern, platzte der Sack mit den Mungbohnen und heraus kamen die rettenden Mungobohnensprossen. Dies ist nur eine der Anekdoten, die über die Wichtigkeit und Nahrhaftigkeit der Sprossen berichtet. Mitsamt der restlichen asiatischen Küche gelangten die Mungobohnen in unseren Kulturkreis, aus welchem die Keimlinge gar nicht mehr wegzudenken sind. Aber nicht nur in China wird die Bohne angebaut, sondern auch schon seit 1000 Jahren in Indien bis heute. Daneben dienen der Irak, Malaysia und Ostafrika als Anbaugebiet. Verbreitet ist sie jedoch in ganz Südostasien.

Die Mungobohne

Ebenso wie die Sojabohne hat die Mungobohne eine Fülle an Inhaltsstoffen. Die Mungobohne hat einen recht hohen Proteingehalt von 25%, wobei die Aminosäure Lysin am meisten vertreten ist. Neben einem hohen Anteil Ballaststoffen enthält die Mungobohne auch viele Vitamine und Mineralien. Vitamine A, B1, B2, Niacin, Folsäure, C sind reichlich enthalten, der schon hohe Vitamin E-Gehalt wird durch die Keimung sogar stark erhöht. Unter Mineralien finden wir viel Kalium, Phosphor, Eisen, Kalzium und Magnesium. Mit 1,2% Fett ist die Bohne recht fettarm, was jedoch durch ca. 60% Kohlenhydrate wieder ausgeglichen wird. Trotz dessen ist die Bohne kalorienarm. Neben diesen Inhaltsstoffen sind auch Enzyme und Wachstumshormone enthalten.

Während der Umwandlung von Samen zu Sprosse steigen diverse Inhaltsstoffe. Der Flüssigkeitsgehalt steigt von 10% auf fast 89%, was vergleichbar mit anderen Obstsorten ist. Die enthaltenen Proteine wandeln sind in anteilig essenzielle Aminosäuren um. Eine Tasse der Sprossen hat im Vergleich soviel Vitamin A wie eine Limone, Vitamin B1 wie eine Avocado, Vitamin B2 wie ein Apfel und den Vitamin C Gehalt einer Ananas. Auch der Cholingehalt wächst von 205gr innerhalb vier Tagen auf 250gr an. Wie man sieht, ist die Bohne ein Wunder an Inhaltsstoffen und hat trotz ihrer Größe viel zu bieten!

Medizinische Eigenschaften der Mungobohne

Aufgrund des hohen Vitamingehalts, der während der Keimung noch zunimmt, zeichnet sich der Gesundheitswert der Mungobohne aus. Vor allem der Vitamin E Gehalt ist hervorzuheben, da er in großen Mengen enthalten ist und einen bestätigten verjüngenden Effekt hat. Auch soll sie, ähnlich wie die Sojabohne, bestimmt Krebsarten verhindern können und die Heilung von Entzündungen unterstützen. Es wird ihr eine lindernde Wirkung zugeschrieben, die bei Frauen in den Wechseljahren Anwendung findet. Eiweißgehalt weckt Lebenslust und spendet dem Körper Energie. Auch sollen Cholesterin und Blutfettwerte gesenkt werden. Für eine gute Verdauung und eine gute Darmpflege sorgt der hohe Anteil an Ballaststoffen.

Die Stammwildpflanze des Rübsen ist der Feldkohl(B.campestris bzw. B.rapa spp./var.silvestris) eine über Europa und Asien weit verbreitete Wildpflanze. Die entstandene Kulturart„Brassica rapa“ enthält neben den bekannten Subspezies Speiserübe, Wildbrokkoli, Pekingkohl,Chinakohl, Teltower Rübe etc. auch die Subspezies „oleifera“ dem eigentlichen Rübsen oderRübsamen.

Die Sortenzüchtung brachte auch hier sogenannte Sommer- und Winterformen hervor, welche den Witterungsverhältnissen des jeweiligen Anbauzeitraum besser angepasst sind. Während Sommerrübsen eine Vegetationszeit von bis zu 90 Tage hat beträgt diese beim Winterrübsen bis 290 Tage.

Daraus resultierend schwanken bestimmte Inhaltsstoffe im Samen. So ist der Ölgehalt des Sommerrübsen geringer als beim Winterrübsen, jedoch steht dies in einer direkten Beziehung zum Proteingehalt, welcher bei sinkenden Ölgehalt ansteigt. Abhängig sind diese Werte jedoch von Bedingungen während des Wachstums und den Züchtungsbestrebungen beide Werte gleichzeitig zu steigern.

Interessant ist weiterhin, daß der Sommerrübsen i.d.R. den Vögeln geschmacklich mehr zusagt. Beeinflusst wird der Geschmack maßgeblich durch Säuren, Glucosinolate und den eigentlichen Bitterstoffen(phenolische Cholinester wie Tannine, Sinapine u.a.), welche im Kern und/oder aber in der Samenschale enthalten sind. Störende Inhaltsstoffe die der gesamten Gattung Brassica eigen sind, wären der Gehalt an Erucasäure und Glucosinolaten. Wie wir später auch noch beim Raps erfahren, hat auch in der Kulturzüchtung des Rübsen die „double-low“ Variante maßgeblich Einzug gehalten, welche nur noch stark abgeschwächte Werte an Erucasäureund Glucosinolate beinhalten. Diese Errungenschaft beruht jedoch keineswegs auf Genmanipulation, sondern vielmehr auf natürliche Mutanten(B.rapa/Rübsen „low erucic“ 1964).

Im weltweiten Anbau liegt Rübsen deutlich hinter Raps zurück. Dies hängt maßgeblich mit geringeren Ernteerträgen und somit einer geringeren Ölausbeute zusammen. Resultierend daraus ist der Marktpreis des Rübsen höher als beim Raps. Anbaugebiete sind Europa, Vorderasien bis Pakistan, Nordchina und Mittelasien, wobei Hauptanbaugebiete Kanada, Schweden und Westasien sind.

Mit zunehmender Beliebtheit der Rosinen stieg auch ihr Wert. Sie wurden bei Gottesverehrungen verwendet und an Sieger von Sportwettkämpfen überreicht. Ärzte in der Antike verschrieben Rosinen als Mittel gegen alle möglichen Krankheiten und gegen das Altern. Kaiser Augustus verzehrte gerne kleine mit Rosinen gefüllte Vögel, und sogar Hannibal führte die Trockenfrüchte als Marschverpflegung der Truppen bei seiner Alpenüberquerung mit. Erst im 11. Jahrhundert erreichten Rosinen Nord-Europa, als Ritter sie von den Kreuzzügen mit in die Heimat brachten und auch hier eine große Nachfrage entstand. So konnten sich Weintrauben und Rosinen zum wichtigen Bestandteil unserer Küche entwickelten. Europäer brachten sie schließlich mit in die Neue Welt und siedelten die Rosinenherstellung in Amerika und Mexiko an.

Der Anbau von Wein entwickelte sich gut im mexikanischen Klima und im heutigen Kalifornien. In ihren Stationen an der Westküste verwendeten Missionare den größten Teil ihrer Weinernte, um Messwein herzustellen. Sie pflanzten damals aber auch Muskateller-Trauben an und machten daraus Rosinen. Als Spanien 1834 die Kolonialregierung an das mexikanische Volk zurückgab, schien die Kunst des Weinanbaus verloren. Wenn nicht die innovativen Bauern gewesen wären, wäre aus Kalifornien vielleicht niemals ein weltweit führendes Weinanbaugebiet geworden.

Rund um 1850 wurde eine marktfähige Muskateller-Traube für Rosinen in der Nähe von San Diego angebaut. Südkalifornien war jedoch für die Rosinen-Produktionen nicht ideal: Viel Sonnenschein, aber zu wenig Wasser. Also suchten Bauern weiter nördlich nach einem perfekten Ort und fanden ihren Platz an der Sonne in der Nähe von Fresno. Das San Joaquin Valley ist eines der fruchtbarsten Täler der Welt. Der lange und heiße Sommer und gleichzeitig viel Wasser aus den nahen Sierra Nevada Mountains machten das riesige Tal zum Zentrum der Rosinenindustrie in Kalifornien.

So kamen in den späten 1800er-Jahren auch viele Armenier hierher. Sie hatten weltweit den Ruf, sehr erfahrene Weinbauern zu sein, und noch heute haben viele der Rosinenanbauer in Kalifornien armenische Wurzeln. In den 1950er Jahren migrierten auch indische Bauern ins San Joaquin Valley, und auch sie tragen einen wesentlichen Anteil an der heutigen Rosinenindustrie.

Damals war die Muskateller-Traube noch sehr beliebt. Durch das Aufbrechen der Schale beim Entfernen der Kerne tritt jedoch der natürliche Fruchtzucker aus und die Rosinen werden klebrig. Heute die am meisten angebaute Rebsorte die von Natur aus kernlose Thompson Seedles. Im Jahr 1875 ließen sich William Thompson und sein Sohn George im kalifornischen Marysville nieder. Sie züchteten die kernlose Traube und stellten sie bei der Messe in Marysville vor. Die Traube war perfekt für die Rosinen-Gewinnung, denn sie hatte eine dünnere Haut, war kernlos, süß und sehr geschmackvoll. Um einen Namen für die Eintragung zu haben, nannten sie ihre Frucht „Thompson Seedless“. Aus diesen Thompson Seedless Grapes werden in Kalifornien heute fast alle Rosinen gewonnen. Die hellen Trauben werden naturbelassen in der heißen Sonne getrocknet und entwickeln sich so zu den natürlich gebräunten und karamellig süßen Rosinen.

Der Ursprung der Sojabohne liegt in Südostasien, China und Japan. Man vermutet, dass die Sojabohne bereits vor 5000 Jahren in China angepflanzt wurde und sich von dort langsam zunächst über Japan und anschließend auch nach Südostasien verbreitete.

In den Ursprungsländern der Sojabohne gibt es viele unterschiedliche Arten und Formen der Pflanze, ähnlich wie bei uns die Kartoffel, und entsprechend viele Zubereitungsformen und Verwendungszwecke sind bekannt. Man denke nur an die verschiedenen Tofusorten, die an unsere Käse- und Milchprodukte erinnern. Soja ist sehr vielfältig verwertbar und wird nicht umsonst als Wunderbohne bezeichnet.

In Europa und den USA wurde die Pflanze allerdings erst sehr viel später, nämlich im 18. Jahrhundert, erstmals erwähnt.

Als Eiweißlieferant erlangte die Sojabohne jedoch erst nach dem 2. Weltkrieg einen weitgefächerten Bekanntheitsgrad, wurde sie doch als Öllieferant zur Herstellung von Margarine unverzichtbar.

Soja als Viehfutter und zur Mastviehhaltung?

Weitere Soja-Erzeugnisse sind als Viehfutter in der Mastviehhaltung stark verbreitet. Sojamehl, das als Nebenprodukt bei der Ölgewinnung aus Sojabohnen anfällt, dient so quasi der Produktion von Eiern und Fleisch. Sojamehl ist auch als Sojapresskuchen bzw. Sojakuchen bekannt.

Da es jedoch keine andere Pflanze als Soja vermag, im Vergleich zur angebauten Fläche, derartig viel Eiweiß zu produzieren, wird die Entwicklung und weitere Ausbreitung der Sojabohne voranschreiten.

Ägyptische Erdmandel Samuna

Grabfunde beweisen – sie war schon bei den Pharaonen beliebt! Die Erdmandel Samuna (Cyperus esculentus) ist die seit dem ägyptischen Altertum bekannte Frucht des Erdmandelgrases. Die ursprünglich in Zypern beheimatete Pflanze wurde von den Händlern der Antike bis Ägypten und in den Orient gebracht und war den Pharaonen heilig. Die Früchte wurden sogar als Grabbeilage zu den Goldschätzen gelegt. Im 8. Jahrhundert wurden die Erdmandeln von den Arabern nach Spanien eingeführt. In der Region Valencia wird bis heute aus den Erdmandeln die wertvolle Erdmandelmilch hergestellt. Diese bildet den Grundstoff für viele Medikamente und Kosmetik.

Die wertvollen Inhaltstoffe:

Erdmandeln enthalten viele ungesättigte Fettsäuren wie Linolsäure, Vitamin H und E, Rutin sowie viele Mineralstoffe und Vitamine.

Die medizinische Wirkung:

Die medizinische Forschung hat in den letzten Jahren das Potential dieser Pflanze erkannt, und so ist sie zu einem festen Bestandteil vieler Rezepturen geworden. Ein paar getrocknete oder frische Mandeln am Tag schützen vor vielen Darm- und Magenerkrankungen. Die vielen Mineralien decken den Tagesbedarf des Körpers und wirken vitalisierend.

Wuchs, Pflege und Ernten:

Die winterharte Erdmandel bildet dekorative dichte Ziergrasbüschel, die etwa 30 bis 60 cm hoch werden. Man kann sie im Freiland oder im Topf oder Kübel pflanzen. Die Pflanze ist völlig anspruchslos und liebt einen lockeren humushaltigen Boden. Im Spätsommer bis Herbst bilden sich nach der Blüte an den Wurzeln hunderte wertvolle Erdmandeln. Ernte: Mit der Grabgabel oder dem Spaten die Pflanze vorsichtig herausheben, die Erdmandeln abpflücken und abwaschen. Bei Topfpflanzung den ganzen Ballen herausnehmen.

Verwendung:

Erdmandeln Samuna besitzen nicht nur einen tollen Mandel/Nussgeschmack, sie haben auch einen ungewöhnlich hohen Ballaststoffanteil. Die Früchte können roh, geröstet, getrocknet oder gemahlen verarbeitet werden. Man kann daraus süßes Gebäck herstellen sowie die frischen oder getrockneten Früchte wie Mandeln knabbern. Wenn Sie die frischen Mandeln im Mixer zu einer Creme zerkleinern und mit Milch verdünnen, ergibt sich eine leckere und gesunde Mandelmilch. Samuna – Erdmandel mit Mandel/Haselnussgeschmack. Ernte: Oktober/November.

Weizen ist als eines der drei weltweit produzierten Getreidesorten (neben Mais und Gerste) das Hauptnahrungsmittel von Millionen von Menschen. Obwohl Reis die am zweithäufigsten produzierte Getreidepflanze ist, beschränkt sich dessen Produktion auf West- und Ostasien. Der Anbau von Weizen begann vor ungefähr 10.000 Jahren und sein Ursprung liegt im Südosten der Türkei. Dieser wurde Einkorn (T. monococcum) genannt und ist in genetischer Hinsicht diploid, d. h. er besteht aus zwei Chromosomensätzen. Zu ungefähr derselben Zeit wurde Emmer (Triticum dicoccum) domestiziert.

Bei Emmer handelte es sich um eine weitere genetische Entwicklung, und zwar eine natürliche Kreuzung zwischen zwei Wildgräsern: Triticum urartu (eng verwandt mit dem wilden Einkorn (T. boeoticum)) und einer Walchart. Diese waren beide diploid, was bedeutete, dass diese neue Weizenart nun tetraploid war, das heißt sie hatte vier Chromosomensätze. Hartweizen (Durumweizen) ist ebenfalls tetraploid und entwickelte sich, genau wie Emmer, durch eine natürliche Kreuzung. Im Laufe der Jahre selektierten die Bauern fortwährend Weizenpflanzen aus ihren Feldern, die vorteilhafte Eigenschaften aufwiesen – einfache Ernte, hoher Ertrag und so weiter – und neue Weizenarten dominierten.

Diese beiden waren wiederum das Ergebnis einer natürlichen Kreuzung zwischen Emmer und der Walchgrasart Aegilops tauschii. Diese Kreuzung machte aus den tetraploiden Pflanzen hexaploide Pflanzen, die nun sechs Chromosomensätze enthielten (das heisst 42 Chromosomen), die sich von den 14 der ursprünglichen Arten unterschieden. Diese natürliche genetische Entwicklung war zwar sehr erfolgreich, dauerte jedoch viele Jahre. Daher erkundet die heutige Biotechnologie nun Wege, mit denen die genetische Steuerung schneller und effizienter, durch sehr zielgerichtete Genmanipulation, erfolgen kann.

Paprika

Die Pflanzengattung Paprika (Capsicum) gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Sie ist vor allem wegen ihrer Früchte bekannt, die als Gemüse und Gewürz verwendet werden. Je nach Größe, Farbe und Geschmack sowie Schärfe werden für viele Sorten besondere Namen wie Chili, Spanischer Pfeffer, Peperoni, Peperoncini oder Pfefferoni gebraucht. Die am weitesten verbreitete Art, zu der auch die meisten in Europa erhältlichen Paprika, Peperoni und Chilis gehören, ist Capsicum annuum. Fast alle Paprika enthalten – in sehr unterschiedlicher Konzentration – den Stoff Capsaicin, der die Schärfe erzeugt.
Paprika und Chili wurden vom Verein zur Erhaltung der Nutzpflanzenvielfalt (VEN) zum „Gemüse des Jahres“ 2015/2016 in Deutschland gewählt.
Namensherkunft: Paprika, der, wurde aus serbisch pàprika entlehnt. Dieses ist eine Weiterbildung zu serb. pàpar ‚Pfeffer‘, das wiederum von lateinisch piper ‚Pfeffer‘ kommt.

Inhaltsstoffe

Der Paprikageschmack ist zum größten Teil auf ein ätherisches Öl zurückzuführen. Der Anteil an langkettigen Kohlenwasserstoffen, Fettsäuren und deren Methylestern beträgt weniger als ein Prozent. Für den Paprikageruch bedeutsam sind Alkylmethoxypyrazine, etwa das „erdig“ riechende 3-Isobutyl-2-methoxypyrazin. Reife Paprika enthalten auch bis zu 6 Prozent Zucker.
Paprikafrüchte enthalten mit durchschnittlich 128 mg pro 100 g Frucht relativ viel Vitamin C. So gelang es erstmals dem ungarischen Chemiker Albert Szent-Györgyi 1926, Vitamin C aus verschiedenen Pflanzen – darunter Paprika – in größerer Menge zu isolieren. Er erhielt für seine Arbeiten 1937 den Nobelpreis für Medizin. Paprikafrüchte enthalten außerdem viele Flavonoide und Carotine und Salicylat.
100 Gramm rohe Paprika enthalten 28 Kilokalorien, 1,17 Gramm Protein, 4,73 Gramm Kohlenhydrate und 0,33 Gramm Fett. Weitere wichtige Inhaltsstoffe sind etwa: 212 Milligramm Kalium, zwölf Milligramm Magnesium, 11,2 Milligramm Calcium, fünf Milligramm Tocopherol pro 100 Gramm Paprika.

Capsaicin

Die beim Verzehr von Chilis wahrgenommene Schärfe wird durch Capsaicinoide, vor allem durch Capsaicin, verursacht. Im Gegensatz zu Stoffen, die die Geschmacksnerven auf der Zunge reizen und damit für die Geschmacksempfindungen süß, sauer, salzig, bitter und umami verantwortlich sind, verursachen Capsaicin und dessen verwandte Stoffe einen Hitze- bzw. Schmerzreiz, vergleichbar dem Kältereiz durch Menthol u. ä. Je mehr Capsaicin ein Chili enthält, desto schärfer ist er. Die ab etwa 1950 in Ungarn gezüchteten Gemüsepaprika enthalten fast kein Capsaicin, Peperoni oder scharfe ungarische Paprika etwa bis 0,01 Prozent, Cayenne oder Thai Chilis etwa bis 0,3 Prozent, sehr scharfe Sorten (Tepin, Habanero) maximal 0,85 Prozent.
Von auf der Epidermis der Plazentawand befindlichen Drüsenzellen gebildet, verteilt sich das Capsaicin, ein gelbes, teilweise kristallines Öl, zwischen Zellwand und Cuticula. Da innerhalb der Frucht einzig diese Drüsenzellen Capsaicinoide produzieren, enthalten die Plazenta und ihr naheliegende Fruchtbestandteile wie Samen oder Samenscheidewände besonders hohe Konzentrationen der Scharfstoffe. Plazenta und Samenscheidewände enthalten meist etwa 90 bis 99 Prozent aller Capsaicinoide, deren Konzentration mit zunehmender Entfernung von der Plazenta abnimmt; so ist bei vielen scharfen Sorten die Spitze weit weniger scharf als das Stielende.

Ein Rundblick über Hirse in der Ernährung von Ziervögeln von Olaf und Jens Hungenberg Düsseldorf/Grevenbroich (erschienen in AZ-Nachrichten) In der Ernährung von Sittichen und Prachtfinken und hier speziell in deren Hauptfutter in Form von Saatenmischungen spielt Hirse eine wichtige Rolle. Aber auch für andere Vogelarten – wie Kanarien und Cardueliden – kann Hirse und hier nicht nur in Form der uns allen bekannten Kolbenhirse durchaus ein Bestandteil der Ernährung sein.

Hirse an sich ist ein Sammelbegriff und vereinigt eine weit verbreitete Gruppe meist einjähriger Gräser, welche botanisch der Familie der Süßgräser (Poaceae) angehören und mit etwa 6000 Varianten in verschiedene Gattungen (z.B. Penissetum, Eleusine, Setaria, Panicum, Digitaria) eingegliedert werden. Innerhalb der Botanik wird die Systematik weltweit nicht einheitlich gehandhabt. An dieser Stelle sollen nun – mit Ausnahme des Sorghum(Milo, Dari) – die auf dem Vogelfuttersektor gängigen Hirsesorten besprochen werden.

Die Namensgebung auf dem Futtermittelsektor beruht weitestgehend auf Herkunft oder Färbung, weniger auf der eigentlichen Systematik. Hirsearten sind meist tropischen oder subtropischen Ursprungs, sind i.d.R. wärme- und lichtbedürftig, gedeihen selbst auf kargen trockenen Böden wo der Anbau anderer Getreidearten ausgeschlossen ist. Die Kultivierung diverser Hirsesorten hat ebenso ihren Ursprung in Afrika wie in Asien. Die älteste historische Quelle findet man in China 4500 v.Chr., wo die Hirse als heilige Pflanze erwähnt wird.

Bereits 2500 v.Chr. erlangte Hirse hohe Bedeutung in der afrikanischen und asiatischen Ernährung und gehört somit mit zu den ersten kultivierten Pflanzen. Mit Beginn des Christentum gelangte Hirse (Eleusine) auch nach Europa. In Deutschland wurde sie (Rispenhirse – Panicum miliaceum) früher häufiger angebaut und als „Brot des armen Mannes“ bezeichnet. Hauptanbaugebiete sind auch heutzutage Afrika und Asien, wo Hirse mit als Hauptnahrungsmittel gezählt wird und regional eine große Bedeutung inne hat.. Neben der Saatgewinnung haben die übrigen Pflanzenteile eine Bedeutung als Viehfutter und Stroh. Der
Anbau in diesen Regionen macht 94% der globalen Gesamtproduktion von 28 Millionen Tonnen aus, wovon 40% alleine auf Indien entfallen.

Lediglich ein sehr geringer Teil der dort in diesen Regionen eingebrachten Ernte wird exportiert und so bezieht sich der internationale Handel lediglich auf ein Prozent der weltweiten Ernte (200.000 bis 300.000 Tonnen). Von diesen entfällt die Hälfte auf Rispenhirse „Panicum miliaceum“ mit den Exportländern USA, Australien und Argentinien. Die Kultivierung und die moderne Saatzucht brachten und bringen gerade hinsichtlich der hauptsächlich angebauten Sorten immer neue Varianten hervor, wobei ein Hauptaugenmerk auf verbesserte ernährungsphysiologische Werte und höhere Erträge ausgerichtet ist.

Selbst innerhalb nahe stehender Arten reicht die farbliche Varianz von creme-weiss, gelb, grau und braun bis zu rot. Mit 15 Millionen Tonnen macht die Perlhirse (Pennisetum glaucum) gut die Hälfte der gesamten Weltproduktion aus, spielt jedoch als Vogelfutter – zumindest in Westeuropa – eine deutlich untergeordnete Rolle. Die Hauptrolle auf dem Vogelfuttersektor spielen die Rispenhirse und die Kolbenhirse, wobei wie bereits festgehalten, die Rispenhirse international
am häufigsten gehandelt wird (100.000 bis 150.000 Tonnen). Exportländer sind USA, Australien und Argentinien und die Hauptabnehmer, und dies speziell für Vogelfutterzwecke, die Europäische Union, Japan, Schweiz und Kanada.

In der Zusammensetzung unterscheiden sich die verschiedenen Hirsesorten nur geringfügig, innerhalb einer Sorte spielt die Saatzüchtung eine mittlerweile entscheidende Rolle. So ist es durchaus interessant, dass Züchtungen innerhalb einer Art und teils auch abhängig von der Färbung unterschiedliche ernährungsphysiologische Werte aufweisen. So ist am Beispiel der Rispenhirse (Panicum m.) und ihrer Varianten ein Unterschied im Proteingehalt und
dessen Qualität nachweisbar. Eindrucksvoll wurde dies bei den rotschaligen osteuropäischen Varianten „Toldanskoe“ und „Lipetskoe“, welche von den untersuchten Varianten den geringsten Proteingehalt und eine geringere Proteinqualität (Aminosäurenwerte) aufwiesen (3). In der Literatur angegebene ernährungsphysiologische Werte können daher bestenfalls als Richtwerte angesehen werden. Es ist daher durchaus sinnvoll, Hauptfuttermischungen möglichst vielseitig zu gestalten, um Defizite zu vermeiden.

Die Gehalte an den Hauptnährstoffen variieren zwischen 60-75% Kohlenhydrate, 8-13% Protein und 3-6% Fett. Den höchsten Proteingehalt hat die Japanhirse und einen im Gegensatz dazu geringen Gehalt z.B. die Digitaria-Arten – wie Acha bzw. Fonio. Rispenhirse – panicum miliaceum
Die Rispenhirse ist die häufigste Hirseart auf dem Vogelfuttersektor, sehr variationsreich und auch bekannt unter den Bezeichnungen proso-millet, gewöhnliche Hirse, Echte Hirse, Speisehirse, french-millet, Broomcorn, Ravi, gelbe Hirse, weisse Hirse, schwarze Hirse, Mizi-Millet(china), Silberhirse oder Platahirse.
Der oft benutzte Begriff „Broomcorn“ leitet sich von der Verwendung der Pflanze zur Besenherstellung ab und wird fälschlicherweise oft mit Sorghum (u.a. Milo, Dari) – welcher ebenfalls zur Besenherstellung verwendet wird – in Verbindung gebracht.

Die Farbpalette reicht von weiss über gelb bis hin zu rot und braun. Regional bestehen deutliche Vorzüge für bestimmte Varianten. So wird gerade in West-Europa die gelbe Hirse aus der „Plate“ Region von Argentinien am häufigsten gehandelt – uns allen sicher bekannt unter dem Begriff „Platahirse“. Dies hängt sicher damit zusammen, dass sie einerseits relativ preisstabil war, aber auch damit, dass sie weicher im Korn ist als die übrigen Varianten und somit bevorzugt aufgenommen wird. „Preisstabil war“ deshalb, da sie derzeit stark von recht günstiger osteuropäischer gelber Hirse verdrängt wird. Diese ist jedoch deutlich größer
(ähnlich der Silberhirse), wesentlich härter und wird gerade von Prachtfinken sehr ungern angenommen. Dass jedoch diese Hirse als „Platahirse“ angeboten und auch vermischt wird, ist ein Umstand der nett ausgedrückt „unfair“ ist.

Hier sollte gerade der Prachtfinkenhalter schon darauf achten, dass innerhalb einer Mischung oder auch als Einzelsaat ausgeschriebene Platahirse auch tatsächlich eine solche ist. Die Platahirse ist leicht kleiner als die anderen Varianten, mehr oval als rundlich und einheitlich goldgelb gefärbt. Für Sittiche spielt dies keine Rolle, da sie im allgemeinen mit dieser im Gegensatz zur Platahirse härteren gelben Hirse keine Probleme haben. Speziell bei den Varianten aus den USA – hier Silberhirse und rote Hirse (oft auch als Dakotahirse bezeichnet) – unterlagen in letzter Zeit die Preise durch Ernteeinbußen (z.B. Trockenheit in den USA 2003) extremen Schwankungen. Gerade bei Mischungen für Standardwellensittiche, bei deren Züchtern die Silberhirse erfahrungsgemäß einen guten Ruf
hat, führte die Kombination mit rotierenden Preisen bei Spitzsaat zu deutlich erhöhten Preisen. Kolbenhirse / Borstenhirse – Setaria italica (u.a. Setariaarten und die Subspecies S.i.moharia; media und maxima) Die Kolbenhirse ist mit einer Produktion von etwa 5 Millionen Tonnen hinter der Perlhirse die zweithäufigst angebaute Hirseart, liegt jedoch auf dem Vogelfuttersektor als Einzelsaat hinter der Rispenhirse. Mit 3,7 Millionen Tonnen ist China der größte Produzent, wobei  in hoher Anteil der Produktion im Humanbereich Anwendung findet. Weitere Produzenten sind Frankreich, die USA, Australien, Österreich und weitere regional
begrenzte Anbaugebiete in Westeuropa.

Sie ist ebenfalls sehr variationsreich und auch bekannt unter den Bezeichnungen Senegalhirse, Mannahirse, Mohairhirse, Mohahirse, Moharhirse, Guzi- illet(china), Italian Millet, Foxtail-Millet oder der uns allen bekannten roten und gelben Kolbenhirse (red bzw. yellow milletspray). Oft wird die Einzelsaat auch „panicum“ genannt, doch gehört sie eindeutig nicht der Gattung „Panicum“ sondern der Gattung „Setaria“(lat. seta = Borste) an.
Die Kolbenhirse ist die domestizierte Form der auch bei uns heimischen grünen Borstenhirse (Setaria virdis). Die kultivierten ostasiatischen und europäischen Stämme unterscheiden sich genetisch nur leicht voneinander, weisen jedoch eine unterschiedliche Spelzstruktur auf. Innerhalb der Hirsesorten bilden sie mit der gelben Senegalhirse, der roten Mannahirse und der meist bräunlichen Mohairhirse die Gruppe der kleinkörnigen Hirsen. Sie sind weitestgehend ein Bestandteil von Mischungen für Prachtfinken, afrikanischen Girlitzen und teilweise auch von Mischungen für Sittiche, Kanarien und anderen Cardueliden.

In Kolben sind sie bei vielen Vogelhaltern ein Bestandteil der Ernährung und bieten dem Vogel aktive Beschäftigung. Die Sortenzucht speziell in China zielt gerade für die Verwendung als Nahrungsmittel im Humanbereich auf verbesserte ernährungsphysiologische Aspekte hin, zu nennen ist vor allen die Erhöhung der Proteinwerte.

Japanhirse – Echinochloa crusgalli var. frumentacea

Bei Japanhirse handelt es sich laut FAO (1) um die kultivierte Form der Hühnerhirse „Echinochloa crusgalli“, auch wenn andere Quellen oft die Hühnerhirse der Art „Echinochloa colona“ als Stammpflanze benennen. Auch von ihr bestehen verschiedene Varianten, so z.B. solche Kulturzüchtungen aus Australien mit einer erhöhten Korngröße, welche als Shirohie- Millet bezeichnet werden. Hauptanbaugebiete sind Australien, China und die USA, wobei der überwiegende Anteil als
Grünfutter oder Heu Anwendung findet und lediglich ein geringer Teil zur Saatgewinnung als Vogelfutter herangezogen wird. Von allen Hirsesorten hat die Japanhirse den höchsten Proteingehalt (1), dessen Qualität aber jenem der Rispenhirse und Kolbenhirse unterlegen ist(4). Sie wird aufgrund ihrer geringeren Härte sehr gerne angenommen. Gerade Prachtfinken ziehen jedoch in der Aufnahme die kleinkörnigen Varianten deutlich vor. Zusammen mit der roten Mannahirse, der Mohairhirse und hochwertiger Silberhirse, zählt Japanhirse zu den meist preisintensiven Sorten.

Allgemeines

Aufgrund ihrer Zusammensetzung und der üblichen Unterteilung von Sämereien in fett- oder kohlenhydratreich, zählt man Hirse zu den kohlenhydratreichen Samen. Innerhalb dieser Gruppe haben sie einen geringeren Fettgehalt als Spitzsaat oder Haferkerne und werden lediglich durch Buchweizen unterboten. Der Proteingehalt ist wie üblich dem der fetthaltigen Saaten deutlich unterlegen. Dennoch handelt es sich aufgrund des Aminosäurenmusters um hochwertiges Protein. Hirse bietet sich als Bestandteil der Körnermischung für praktisch alle körnerfressenden Vogelarten an und bildet bei Prachtfinken und Sittichen den Schwerpunkt. Bei den feinschnäbligen Amadinen und Astrilden liegt der Schwerpunkt innerhalb einer Mischung klar bei den kleinkörnigen Hirsesorten. Wichtig ist es, innerhalb einer Mischung ein vielseitiges Angebot zu bieten, da zum einen der Futterreiz bei Vögeln eine entscheidende Rolle spielt und zudem wie bereits eingangs erwähnt sortenabhängigen ernährungsphysiologischen Defiziten (z.B. bei den Aminosäuren) vorgebeugt wird.

Aber auch bei Kanarien und Cardueliden kann Hirse bei den kohlenhydratreichen Samen einen Anteil bilden. Hier bieten sich insbesondere die kleinkörnigen Hirsen und Japanhirse an, aber auch Silberhirse und Platahirse. Bei entsprechender Gewöhnung wird sie gerne angenommen, zumal durch Gabe von halbreifer Hirse oder reifer Kolbenhirse sie bereits an die Aufnahme gewöhnt sind. Bekannt ist z.B. durch die seinerzeit importierten Kanarien der Rasse Makige, dass sie im Ursprungsland Japan überwiegend mit Hirse gefüttert wurden. Dass Hirse bei vielen Kanarienzüchtern eher ungern gesehen wird, liegt eher an überlieferten Aussagen ohne fachlichen Hintergrund, welche sich aber sehr hartnäckig im Umlauf halten (z.B. Die Farben- und Gestaltskanarien – Noorduijn 1905 – Zitat: Hirse kann nicht empfohlen werden.)

Der Echte Hopfen (Humulus lupulus) ist eine Pflanzenart in der Gattung Hopfen und durch seine Verwendung beim Bierbrauen bekannt. Er gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabaceae).
Echter Hopfen wurde zur Arzneipflanze des Jahres 2007 gekürt.

Wilder Hopfen

Die Wildform des Echten Hopfens wächst bevorzugt an stickstoffreichen Standorten mit höherer Bodenfeuchte, zum Beispiel in Auwäldern, aber auch an Waldrändern und in Gebüschen auf trockeneren Flächen. Selten bildet er größere Bestände, kommt aber meist in kleinen Gruppen vor. Er ist in Mitteleuropa eine Charakterart der Ordnung Prunetalia, kommt aber auch in Gesellschaften der Verbände Alno-Ulmion oder Alnion vor. In den Allgäuer Alpen steigt er im Tiroler Teil bei Elbigenalp bis zu einer Höhenlage von 1036 Metern auf.
Aus einem dicken Wurzelstock (Rhizom) treibt der Hopfen meist sehr zahlreich aus. Es sind dünne, raue Stängel mit ankerartigen Kletterhaaren, die eine erstaunliche Haftfähigkeit haben. Diese Triebe werden auch als Reben bezeichnet und wachsen im Durchschnitt 10 cm pro Tag. Wie bei allen Stauden kommt es nicht zu einer durchgehenden Verholzung der Pflanze. Hopfen ist ein Rechtswinder, die oberirdischen Triebe sind einjährig und sterben nach der Samenreife ab. Mit zwei bis sechs Metern Höhe ist die Wildform kleiner als die Zuchtsorten 4–8 m; ebenso sind die Blütenstände deutlich kleiner. In Mitteleuropa ist der Wilde Hopfen nahezu überall anzutreffen, kleinere Lücken gibt es im Alpenvorland. Der Hopfen ist eine zweihäusige Pflanze. Der männliche Blütenstand ist eine Rispe, der weibliche eine zapfenartige Ähre.
In Parks und Gärten würgt die mehrjährige Schlingpflanze andere teilweise recht große Pflanzen ab. Wegen seines weitverzweigten Wurzelwerkes, über das sich der Wilde Hopfen auch fortpflanzt, ist es schwierig, ihn zu beseitigen.
Die Chromosomenzahl beträgt 2n = 20

Wilder Hopfen als Speisepflanze

Die jungen Hopfensprosse eignen sich als Delikatesse mit feinem harzigen Geschmack sehr gut, wenn sie kurz gekocht werden, entweder im Dampf (bei den noch sehr zarten) oder in Salzwasser (2–4 Minuten). Bei der Ernte kann man die richtige Länge (ca. 10 bis 25 cm) herausfinden, indem man mit den Fingern den Stängel hinauffährt und ihn dabei leicht biegt. Er bricht dann an einem bestimmten Punkt ab und das ist die richtige Stelle, weil der Spross ab da aufwärts noch genügend zart ist.

Humulus lupulus ‘Aureus’

Die Kultursorten des Echten Hopfens werden landwirtschaftlich angebaut. Die wichtigsten deutschen Anbaugebiete[4] sind die Hallertau in Bayern, das Elbe-Saale-Anbaugebiet in den Bundesländern Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt, das Schussental zwischen Tettnang und Ravensburg in Baden-Württemberg und die Region um Spalt in Mittelfranken. Die Ähren heißen in der Hopfenwirtschaft Dolden und finden beim Bierbrauen Verwendung. Allerdings sind auch die jungen Triebe im Frühling und die Samen im Herbst essbar.
Eine Befruchtung durch den Pollen männlicher Pflanzen verringert den Ertrag an Bierwürze, verkürzt das Erntezeitfenster (denn überreife Hopfendolden schmecken scheußlich) und erschwert die Verarbeitung in der Brauerei. Darum sind die Felder komplett pistillat (botanisch weiblich). Die Dolden besitzen an der verdeckten Oberfläche der Kelchblätter (Calyxen) und Tragblätter (Brakteen) Harzkügelchen, aus denen man das gelbe Lupulin gewinnen kann. Es wirkt als Geschmacksstoff und Konservierungsmittel. Man unterscheidet grundsätzlich zwischen den Bitterhopfensorten und den Aromahopfensorten. Letztere sind dadurch charakterisiert, dass ihr Bitterungspotential in der Konzentration deutlich geringer ist als jenes des Bitterhopfens. Für den Brauprozess sind hauptsächlich die sogenannten „α-Säuren“, d. h. α-Lupulinsäure oder Humulon und deren Derivate, von Bedeutung; die „β-Säuren“ β-Lupulinsäure (Lupulon) und ihre Abkömmlinge sind für die Geschmacksaromen wichtig. Der α-Säuren-Anteil von Aromasorten beträgt etwa 3–9 % im Vergleich zu 12–20 % bei Bittersorten, jedoch haben Aromasorten dafür deutlich höhere Konzentrationen an aromatisch hoch wirksamen Inhaltsstoffen wie ätherischen Ölen oder Polyphenolen.
Früh im Brauprozess zugesetzter und lange mitgekochter Hopfen erhöht die Hopfenausbeute, die eine chemische Umwandlung der α-Säuren in Iso-α-Säuren darstellt; die Würze wird dadurch bitterer. Später hinzugefügt entsteht ein eher mildes Bier. Faktoren wie beispielsweise die Art des Hopfenprodukts (Pellets, Extrakte usw.) oder auch die Stärke des Kochens und der Extraktgehalt der Würze beeinflussen die Hopfenausbeute mit.
Fruchtstände von wildem Hopfen

Seine Bedeutung erreichte der Hopfen ursprünglich durch die Tatsache, dass seine Bitterstoffe beim Brauen von Bier aufgrund ihrer bakteriziden Wirksamkeit wesentlich zur Haltbarkeit des Gebräus beitrugen. Die antiseptische Kraft des Hopfens wurde bereits 1153 n. Chr. von Hildegard von Bingen mit den Worten „putredines prohibet in amaritudine sua“ (seine Bitterkeit verhindert die Fäulnis) beschrieben.
Die ältesten schriftlich Quellen zum Hopfenanbau stammen aus dem frühen Mittelalter. Angeblich wurde der Hopfenanbau erstmals im Jahre 736 n. Chr. bei Geisenfeld in der Hallertau erwähnt; konkrete Quellen existieren für die Jahre 768 (Kloster St. Denis nördlich von Paris), 822 (Kloster Corvey) und 859 bis 875 (Hochstift Freising). Eine erste Erwähnung des Hopfens als Brauzusatz findet sich im Jahre 1079. Im Hochmittelalter kommen Wollin, Breslau, Troppau, Brüx, Wismar, Braunschweig und Lübeck als Hauptanbaugebiete hinzu.

Anbau und Ernte

Hopfen wird alljährlich im Frühjahr ab Ende März in den Gerüstanlagen von sogenannten Hopfengärten kultiviert.
Vermehrt wird die Pflanze vegetativ über Stecklinge, die auch Fechser genannt werden.
Zwei oder drei Triebe werden um einen Draht als Kletterhilfe gelegt und wachsen bis Ende Juli auf die in Deutschland übliche Gerüsthöhe von sieben Metern. Neuere und wiederentdeckte Sorten erfordern andere, meist geringere Gerüsthöhen und damit alternative, teils vorteilhaftere Gerätschaften, was jedoch eine Umstellung erfordert und letztlich ihr Durchsetzungsvermögen merklich hemmt. Sind die Ähren der weiblichen Pflanze reif, werden die Hopfenreben während der etwa dreiwöchigen Erntezeit (letzte August- und erste September-Dekade) knapp über dem Boden abgeschnitten und von den Gerüstanlagen gerissen. War die Ernte früher reine Handarbeit werden heute hierfür Pflückmaschinen eingesetzt. Anschließend werden sie zum Hof gefahren. Dort werden von Pflückmaschinen die Dolden vom Hopfenstock getrennt. Die weichen und feuchten Dolden werden in der Darre getrocknet, bis sie nur noch etwa 11 Prozent Feuchtigkeit enthalten, dann gepresst und gekühlt. Oft wird Hopfen zu Pellets (kleine, gepresste Zylinderstücke) weiterverarbeitet. So erreicht der Hopfen, luftdicht verpackt, längere Haltbarkeit. Wird er zu warm oder nicht luftdicht abgepackt, verliert er schnell die flüchtigen Aromen und in einem Jahr bis zu 35 Prozent seines Brauwertes.

Verwendung

95 Prozent des Hopfens wird meistens in der Form von Hopfenpellets für die Bierherstellung verwendet. Er verleiht dem Bier sein ausgeprägtes Aroma und seine typische Bitterkeit. Die Hopfeninhaltsstoffe wirken zusätzlich beruhigend, konservierend und schaumstabilisierend. Zum Brauen werden ausschließlich die Dolden der weiblichen Hopfenpflanzen verwendet. Für 10.000 Liter Bier benötigt man etwa 170 Kilogramm Hopfen. Beim Grünhopfen-Pils wird der Hopfen ohne Trocknung direkt von der Ernte verarbeitet.
Vereinzelt wird Hopfen als Geschmacksbereicherung für einige Liköre und Schnäpse verwendet, inzwischen wird auch Hopfen-Limonade hergestellt.
Ein geringer Anteil des geernteten Hopfens wird zu medizinischen Zwecken, hauptsächlich als Sedierung¬smittel, verwendet

Knoblauch (Allium sativum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Lauch (Allium). Sie wird als Gewürz- und Heilpflanze genutzt.
Knoblauch wurde in Deutschland zur Arzneipflanze des Jahres 1989 gewählt.

Beschreibung

Der gewöhnliche Knoblauch ist eine ausdauernde, krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von 30 bis 90 Zentimetern. Die flachen, bläulich grünen Laubblätter sind bis zu 15 Millimeter breit. Als Überdauerungsorgan wird eine Zwiebel gebildet, die von einer dünnen, weißen oder rötlichen Hülle umgeben ist und aus einer Hauptzehe besteht, um die etwa fünf bis zwanzig Nebenzehen angeordnet sind. Der Geschmack der Zehen ist sehr scharf-aromatisch, der Saft der Zehen von klebriger Konsistenz. Aus der mittleren Hauptzehe treibt ein stielrunder Stängel aus.
Der stielrunde Blütenstandsschaft trägt einen scheindoldigen Blütenstand mit wenigen Blüten. Neben den unfruchtbaren Blüten entwickeln sich in einem zylindrischen Hütchen etwa zehn bis zwanzig runde Brutzwiebeln. Die weißen oder rosa Blüten sind dreizählig.

Verwendung als Heilpflanze

Knoblauch wirkt antibakteriell und soll der Bildung von Thromben vorbeugen. Eine Vielzahl von Untersuchungen ergab, dass die Inhaltsstoffe die Blutfettwerte senken und daher vorbeugend gegen arteriosklerotische Veränderungen der Blutgefäße wirken könnten.
Eine Senkung des schädlichen LDL-Cholesterins konnte zwar nicht nachgewiesen werden, jedoch zeigten Metaanalysen, dass Knoblauch die Cholesterinwerte insgesamt signifikant senkt.

Knoblauch soll ein Mittel zur Abwehr von Bakterien, Parasitismus und Viren sein. Da das wirksame Öl durch die Lunge ausgeschieden wird, könne man es bei Atemwegsinfektionen, Bronchitis, wiederkehrenden Erkältungen und Influenza (Grippe) verwenden. Knoblauch könne bei Keuchhusten helfen und die Behandlung von Asthma bronchiale (Bronchialasthma) unterstützen. Er begünstigt die Entwicklung der natürlichen Darmflora und tötet Krankheitserreger ab. Äußerlich könne man Knoblauch bei Mykose (Hautflechte) einsetzen.
Eine Untersuchung mit 192 Teilnehmern, welche Darreichungsform am effektivsten ist, kam hingegen zu dem Schluss, dass Knoblauch, gleichgültig wie verabreicht, keinen signifikanten Einfluss auf HDL, LDL, Gesamtcholesterin und Triglyceride hat.
Metaanalysen von statistischen Erhebungen der vorbeugenden Ernährung sowie von Tierversuchen legen eine vorbeugende bzw. lindernde Wirkung gegen Darmkrebs nahe.

Inhaltsstoffe

Die Knoblauchzwiebel enthält neben Speicherkohlenhydraten (insbesondere Fructane) auch schwefelhaltige Verbindungen wie das geruchlose Alliin sowie deren Vorstufen, Gammaglutamylalkylcysteine, ein Addukt mit Thiamin (Allithiamin), Adenosin und Alliin-Lyasen. Diese Enzyme gelangen erst durch Verletzung der Zellen (beispielsweise beim Quetschen oder Pressen der Zehen) in Kontakt mit Alliin, wobei die Verbindung abgebaut und die eigentlichen Wirkstoffe Allicin und weitere Folgeprodukte erst gebildet und durch den roten Blutfarbstoff zu Schwefelwasserstoff umgewandelt werden. Allicin ist Ausgangsstoff für mehrere andere schwefelhaltige Verbindungen, die insbesondere beim Erhitzen von Knoblauch entstehen. Dazu gehören Diallyldisulfid, Diallylthiosulfonat und vor allem auch Ajoen, das die Eigenschaft hat, die Aggregation von Thrombozyten zu verhindern, und somit antithrombotisch wirkt.
Ähnlich wie bei Zwiebeln kann es auch nach dem Schneiden von Knoblauch zu einer Verfärbung kommen. Diese ist grün. Der Farbstoff entsteht durch Reaktionen der Aminosäuren mit den Schwefelverbindungen. Gesundheitlich sind die Farbstoffe völlig unbedenklich.

Wissenschaftlicher Name
Chenopodium quinoa

Quinoa (gesprochen kiˈnoːa, ursprünglich von Quechua: kinwa, Aussprache: ˈkinwɑ) (Chenopodium quinoa), auch Reismelde, ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Gänsefüße in der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). In den Anden ist sie seit etwa 5000 Jahren als Kulturpflanze bekannt. Die Pflanzen sind anspruchslos und gedeihen bis in Höhen von 4200 m. Der nah Verwandte und ähnlich verwendete Chenopodium pallidicaule (Cañihua) wird bis in 4550 m Höhe angebaut.
Die kleinen, durchschnittlich ca. 1–2 mm großen und ca. 1–5 mg schweren einsamigen Nüsschen dieser Pflanzen sind in diesen Hochregionen ein wichtiges Grundnahrungsmittel der Bergvölker, da Mais in diesen Höhen nicht mehr angebaut werden kann. Das Tausendkorngewicht beträgt ca. 1–5 g, es können durchschnittlich vier Tonnen pro Hektar geerntet werden.
UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erklärte das Jahr 2013 zum Jahr der Quinoa. Die Pflanze soll aufgrund ihrer spezifischen Vorteile helfen, den Hunger auf der Welt, gerade in Zeiten des Klimawandels, zu bekämpfen.

Nutzung

Handelsübliche Quinoa vor der Zubereitung
Die mineralstoffreichen Blätter werden als Gemüse oder Salat verzehrt. Die senfkorngroßen Samen haben eine getreideähnliche Zusammensetzung, daher wird Quinoa − ebenso wie Amarant − als glutenfreies Pseudogetreide bezeichnet, wobei aber mindestens zwei Quinoasorten dennoch Glutenabschnitte enthalten. Botanisch zählt Quinoa aber zu den Fuchsschwanzgewächsen, und es ist folglich eher mit dem Spinat oder den Rüben verwandt. Es lässt sich gut anstelle von Reis verwenden.
Der Naturkosthandel führt Quinoa pur oder als Zutat in Müslimischungen. Für die Inkas war es ein Mittel gegen Halsentzündungen. Besonders für Menschen, die unter Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) leiden, bildet es bei den meisten Sorten einen vollwertigen Getreideersatz. Aufgrund dieser Eigenschaften ist es für Allergiker geeignet und in der vegetarischen sowie veganen Küche sehr beliebt. Quinoa eignet sich auch für die Herstellung von glutenfreiem Bier.

Beschreibung

Quinoa ist eine einjährige, meistens gynomonözische (das bedeutet: es sind neben rein weiblichen auch zwittrige Blüten vorhanden), krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 50–300 cm. Sie bildet reich verzweigte Pfahlwurzeln aus, normalerweise ca. 30–50 cm lang, diese können aber bis 1,5 m tief reichen. Der aufrechte, anfangs innen massive und weiche, aber später hohle und schwammige, außen kompakte und feste, unten zylindrische, dann rippige Stängel ist grün, gelb, violett oder dunkelrot gefärbt, oder auch gestreift, mit einem Durchmesser bis 5 cm. Er ist normalerweise verzweigt, gelegentlich aber auch unverzweigt.
Die Blätter sind vierseitig-wechselständig, mit einem an der Oberseite geriffelten Stiel,] einfach, dicklich, bis 15 cm lang und bis 8 cm breit, anfänglich grün, später gelb, violett oder rot. Die polymorphen Blätter sind im unteren Teil der Pflanze kellenförmig (trullate), dreinervig, selten ganzrandig, meistens buchtig gezähnt, im oberen Teil schmalelliptisch bis lanzettlich, fiedernervig, ganzrandig oder auch buchtig gezähnt, mit kürzeren Stielen. Die Blätter erscheinen mit ebener oder welliger Oberfläche und sind ohne Nebenblätter. Die jungen Blätter sind an der Unterseite oft fein behaart.

Die endständigen, aufrechten, gelben, roten, aber auch rosa-orange und violetten Blütenstände erscheinen in verschiedenen Formen, sie können 15–70 cm lang werden und sind etwa 5–30 cm im Durchmesser, sie bestehen aus knäueligen Teilblütenständen mit jeweils einer Länge von 1–5 cm.
Die in Knäueln erscheinenden Blüten sind unscheinbar, weiblich (2–5 mm) oder hermaphroditisch (3 mm), bei Hybriden können auch sterile männliche auftreten, sie sind stiellos und fünfteilig, ohne Kronblätter. Die fünf Tepalen sind bootförmig, außen gekielt und mehr oder weniger spitz. Die zwittrigen Blüten besitzen fünf Staubblätter und 2–3 federige Narben, sowie einen Fruchtknoten, die weiblichen sind ohne Staubblätter.

Der oberständige Fruchtknoten entwickelt sich nach der Selbst- oder Fremdbefruchtung zu einer linsenartigen (lentikularen), elliptoiden, rund- bis scharfkantigen, etwa 1–4 mm großen, harten, gelben, orange, roten, rosa, weißen, cremefarbigen, braunen, grauen oder schwarzen (Perikarp), zweikeimblättrigen, mehrschichtigen Achäne. Der Embryo ist krummläufig (kampylotrop) angelegt und umringt das stärkereiche Perisperm median.
Sie ist frost- und trockenheitsresistent und wächst auf durchlässigen, stickstoff- und kalziumhaltigen Böden, mit einem pH-Wert von 4,5 bis 9, am besten sandige bis sandig-lehmige Böden, sie akzeptiert gut verschiedene Klimata, der Temperaturbereich liegt bei −8 °C bis +38 °C, ideal ist 15–20 °C. Quinoa ist je nach Genotyp eine Langtagpflanze (LTP) oder Kurztagpflanze (KTP), sowie auch neutral.

Quinoa ist eine fakultative, C3, recreto-endo-Halophyte, welche überschüssiges Salz über epidermale Blasenzellen (EBCs) (Papilla) ausscheiden kann. Oft sind Teile der Pflanze mit diesen bläschenförmigen, farblosen, durchsichtigen oder violett pigmentierten Ausscheidungen bedeckt, häufig auf jungen Blättern.

Die Lupinen (Lupinus; von althochdeutsch luvina, zu lateinisch lupus, deutsch ‚Wolf‘), selten auch Wolfsbohne oder Feigbohne genannt, sind eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Zur gleichen Familie gehören beispielsweise Erbse, Kichererbse und Erdnuss. In Mitteleuropa trifft man am häufigsten die Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus) an. Lupinen gibt es als Gemüsepflanze, Futterpflanze, Zierpflanze und Wildpflanze.

Die Samen insbesondere wilder und Gartenlupinen enthalten Lupinin, einen giftigen Bitterstoff, der den Tod durch Atemlähmung verursachen kann. Bestimmte Zuchtformen hingegen sind ungiftig und nicht bitter. Sie können jedoch für Allergiker problematisch sein.

Beschreibung

Die Arten sind meist krautige mehrjährige Pflanzen von 0,3–1,5 m Höhe, manche einjährig und andere als Sträucher bis zu 3 m hoch. Eine Ausnahme ist die Chamis de Monte (Lupinus jaimehintoniana) von Oaxaca in Mexiko, die bis zu 8 m hoch ist. [4] Lupinen haben weiche, grüne bis graugrüne Blätter, die oft dicht mit silbrigen Haaren bedeckt sind. Die Blattspreiten sind gewöhnlich handförmig in fünf bis 28 Blättchen unterteilt oder in einigen Arten im Südosten der Vereinigten Staaten zu einem einzigen Blättchen reduziert. Die Blüten werden in dichten oder offenen Quirlen auf einer aufrechten Spitze, jede Blüte 1–2 cm lang, produziert. Die erbsenähnlichen Blüten haben einen oberen Stand oder Banner, zwei seitliche Flügel und zwei untere Blütenblätter, die zu einem Kiel verschmolzen sind. Die Frucht ist eine Schote, die mehrere Samen enthält.

Nahrungs- und Futtermittel

Lupinensamen enthalten hochwertiges Eiweiß, das sowohl als Ersatz für importiertes Soja im Viehfutter außer für Pferde[3] als auch in der menschlichen Ernährung (nur ungiftige Zuchtsorten) eingesetzt wird. Die Nutzung der Lupine wurde durch die Züchtung von Sorten mit wesentlich geringeren Anteilen an Bitterstoffen und Giftstoffen (sogenannten Süßlupinen) ab Anfang der 1930er Jahre erheblich erleichtert.[2] Der Name Süßlupine beruht somit nicht auf einem süßen Geschmack, sondern auf der Abwesenheit der Bitterstoffe im Vergleich zu den klassischen Sorten. Die bitterstoffarmen Süßlupinen sind anfälliger für Krankheiten und Schädlinge.

Für den Anbau sind die Weiße Lupine (Lupinus albus), die Blaue oder Schmalblättrige Lupine (Lupinus angustifolius), die Gelbe Lupine (Lupinus luteus) und in Südamerika die Anden-Lupine (tarwi, L. mutabilis) interessant. Durch das Aufkommen von Pflanzenkrankheiten wie Anthraknose waren die Anbauflächen zunächst stark rückläufig, was sich erst mit der Einführung der resistenten Blauen Süßlupine 1997 geändert hat.
Lupinensamen können in unterschiedlicher Form verwendet werden. Zur menschlichen Ernährung werden die Samen weiterverarbeitet. Der giftige Bitterstoff kann durch Kochen alleine nicht zerstört werden. Traditionelle Verfahren zur Verwendung der alten bitterstoffhaltigen Sorten legen die Samen bis zu 14 Tage in Meer- oder Salzwasser, um die Bitterstoffe zu entfernen und die Samen genießbar zu machen. Die neueren bitterstoffarmen Sorten müssen nicht mehr so lange eingeweicht werden, es genügen 1–2 Tage. Die Garzeit der eingeweichten Samen beträgt ungefähr zwei Stunden. Im Gegensatz zu anderen Hülsenfrüchten werden Lupinensamen beim Kochen nicht mehlig, sondern behalten eine feste Konsistenz.